Filmprojekt: Unzensierte Dokumentationen zum Thema Biomedizin
Mangelhafte Recherche, unzureichende Analyse, Desinformation:
Diese Defizite prägen die Berichterstattung über Biotechnologie und Medizinethik in den Medien. Oft sehen sie ihre Aufgabe darin, Akzeptanz für den Fortschritt zu schaffen, statt ihn kritisch zu beleuchten.
Brisante Fragen werden erst gar nicht gestellt:
Sind
Hirntote wirklich tot? Wie sicher ist die Hirntod-Diagnostik?
Warum werden
Fehldiagnosen bei der
Hirntoddiagnostik konsequent verschwiegen? Was geschieht genau bei der Organentnahme?
Geht es bei der
Pränataldiagnostik um
Therapie oder um
Selektion "nicht lebenswerten Lebens"? Oft sind Diagnosen und Risikoeinschätzungen falsch. Warum sind weder der Staat noch das Gesundheitssystem daran interessiert, diese Fälle systematisch zu erfassen?
Ähnlich drängende ethische Fragen stellen sich bei der
Gendiagnostik, der
fremdnützigen Forschung am (behinderten) Menschen, der
Sterbehilfe ,der
künstlichen Befruchtung und v.a. mehr. Bei all diesen Themen findet eine kritische Auseinandersetzung nur noch vereinzelt statt. Wichtige Fakten werden verschwiegen. Die Pharmalobby zieht hinter den Kulissen die Fäden und bestimmt die Informationspolitik.
Unabhängige, kritische Information ist deshalb das Gebot der Stunde:
Nach dem Vorbild des amerikanischen Senders:
"Democracy now", wollen wir auch in Deutschland unbequeme medizinethische Themen aufgreifen - aktuell, vorurteilsfrei und unzensiert.
Das ist aber nur mit der Beteiligung interessierter Bürger möglich:
Kleinstspenden von
zwei Euro bis
dreißig Euro sollen gewährleisten, dass niemand auf den Inhalt Einfluss nehmen kann.
Geplant sind fortlaufend kritische Dokumentationen im Bereich Bio-Medizin.
Die Filme sollen im Internet, in Dokumentar-Kinos oder auf DVD gezeigt werden.
Als Fernsehjournalistin bin ich seit über 20 Jahren auf Medizinethik und Biopolitik spezialisiert (
www.Silvia-Matthies.de). Für meine Dokumentationen habe ich
diverse Preise bekommen, vor allem von kritischen Ärzteorganisationen.
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: auch in den öffentlich-rechtlichen Anstalten ist es kaum noch möglich, zu diesem Themenkomplex zeitnah
kritische, investigative Dokumentarfilme zu platzieren. Die Genehmigungsfristen sind lang, schwer verdauliche Stoffe eher unerwünscht. Sie treffen, so die Verantwortlichen, nicht den Massengeschmack. Dabei gehen medizinethische Themen jeden etwas an, von der Zeugung bis zum Tod.
Spendenfinanzierte Berichterstattung bietet die Chance, Informationsbarrieren zu durchbrechen und für eine Aufklärung zu sorgen, die sich an Tatsachen orientiert und nicht an staatliche oder wirtschaftliche Interessen gebunden ist.
Das erste Projekt soll die medizinischen, ethischen und juristischen Grauzonen bei Hirntod und Organspende unter die Lupe nehmen:
- "vertuschte" Fehldiagnosen (Tot oder doch lebendig? 15.02.2010)
- Spenderdisponierung im Vorfeld der Hirntoddiagnostik
- Umgang mit Angehörigen
- Organentnahmen bei Greisen
- Kopplung von Organspende und aktiver Sterbehilfe